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Geschichtliches über den Kantonalen Bernischen Kaminfegergesellen Verband

• Erstmalige Erwähnung der Kaminfeger im 15. Jahrhundert.
• Seit über 150 Jahren sind die Kantone in Gebiete eingeteilt.
• Die Kaminfeger Gesellen-Union wurde in Bern gegründet.(Datum nicht bekannt)
• 1928/29 sollte eine sogenannte "Fachschaft" die Bemühungen der Gesellen-Union untergraben. Zum Glück jedoch erfolglos.
• Eine Gruppe splitterte sich von der Arbeiter-Union ab und gründeten den Kantonal Bernischen Kaminfegergesellen-Verband am 28. November 1894
• In der "Arbeiter-Stimme" aus dem Jahre 1896 lesen wir, das die Kaminfegergesellen einige Wochen streickten, um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn zu     bekommen.

• Das erste Schulbuch stammte aus dem Jahre 1927
• Aus dem Jahresbericht 1928/29 entnehmen wir, dass der Vertragslohn zwischen Fr. 10.- bis Fr. 15.- ausmachte.
• in jedem Betrieb wurde ein gelernter Geselle angestellt.
• 1924 wird zum 30 jährigen bestehen eine wunderschöne Fahne angeschaft, auf welche wir heute besonders stolz sind.
   Zu besonderen Anlässen ist der Fähnrich mit der Fahne dabei.
• 1939 bestand im Kanton Bern kein Vertrag mehr und nur durch Streikdrohungen und über das Einigungsamt gaben die Meister nach.
• In dieser Zeit entstand das Konzept für einen Rahmenvertrag.
• 1950 Verbesserung der Vertragsbedingungen; 20 Rp. mehr Stundenlohn.
• Erhöhung des Ferienanspruchs auf 4% des Lohnes.
• Beitrag von 2% des Lohnes an die Krankenversicherung.
• Festlegung des Überzeitzuschlages von 25 %.
• Im Jahre 1950 sind im Kanton Bern 44 Kaminfegerbetriebe mit 78 Gesellen, wovon 73 organisiert sind.
• Auf den 1. November 1951 wurde eine weitere Lohnerhöhung von Fr. 1.- pro Tag vereinbart.
• Lohnerhöhung von Fr. 9.- pro Woche wurde für das Jahr 1952 zugesichert.
• Arbeitszeit pro Woche 54 Stunden.
• Neue GAV-Verhandlungen dauern 2 Jahre.
• 1954 bestehen im Kanton Bern 120 Betriebe mit 120 Gesellen
• Bis 1960 gab es eine Lohnerhöhung von Fr. 12.- pro Woche.
• Ab 1960 freie Samstage in den Sommermonaten.
• Ab 1961 wird die wöchentliche Arbeitszeit um 2 Stunden auf 52 Stunden gekürzt.
• Auszahlung einer Kleiderentschädigung von 1.1/2% des Lohnes.
• Ein Meistergeselle verdiente pro Tag Fr. 40.-, Geselle über 3 Jahre Fr. 32.- bis Fr. 36.-,
  Geselle bis 3 Jahre nach der Lehre Fr. 27.- bis Fr. 32.-
• Feiertagsentschädigung um Fr. 2.- erhöht. Für Land Fr. 18.-, Stadt Fr. 20.- im Tag.
• Auf 1. Juli 1962 wird eine zusätzliche Altersversicherung eingeführt, mit einer Monatsprämie von Fr. 40.-, wovon Fr. 20.- der Meister bezahlte.
  Zu dieser Zeit sind leider nur noch ca. 50% der Gesellen organiesiert. Im Kanton Bern arbeiten 140 Gesellen.
• 1965 wurden die Löhne wie folgt angehoben:
   Meistergeselle Fr. 47.-
   über 3 Jahre Fr. 43
   unter 3 Jahre Fr. 41.-
• Ab 1968 neuer GAV der bis 31. März 1973 gilt.
  Neuerungen: Ferienentschädigung 6% des Lohnes
  Ferientage und unumgängliche Absenzen 100% Lohn
• Mindestlohn ab 01.01.1971 Meistergeselle Fr. 75.-
  über 3 Jahre Fr. 71.-
  unter 3 Jahre Fr. 63.-
• 1971 Teuerungsforderung von 5.2% =Fr. 3.90. Vom Meisterverband und der Gebäudeversicherung kein Echo.
• 1972 Für die Alterzusatzversicherung steht eine 8. Revision bevor. Das würde die Minimal-Rente um 100% erhöhen.
   Für alle andern 80-90%.
• 1973 Orientierung und Beschlussfassung des neuen Gesamtarbeitsvertrages.
  AHV Zusatzversicherung, verdoppeln der Beiträge beider Parteien, sowie eine stufenweise Anpassung an die kommende 2. Säule.
  Der Paritätische Fonds für Aus- und Weiterbildung und zur Förderung des Berufsnachwuchses wird zu 100% von den Arbeitnehmern finanziert.

• 1975 Lehrabschlussprüfungen: "Schlechteste Klasse des Jahrhunderts".
  Auf den 1. Januar gibt es eine Lohnerhöung von 7%
• 1976 Arbeitlosenversicherung wird obligatorisch
• 1979 Ab 1. Dezember 5% mehr Lohn.
• 1981 Neuer GAV
• 1985 Neuer GAV
• 1986 Ab 01.01. Teuerungsausgleich von 3%
• 1990 Neu: Berufsprüfung für Feuerungskontrolleure.
• 1991 wir Engagieren uns in den Rahmenvertragsverhandlungen. Kontakt mit den Zürcher Kaminfeger.
  Daraus hat sich eine schöne Freundschaft entwickelt.
• 1992 Teuerungsausgleich von 4 %
• 1994 Die Vertagslöhne werden um 3.1% erhöht.
• 1995 Ab 1. Januar gibt es 3.5% mehr Lohn und ab 1. Februar gilt die 42h Woche
• 1999 zwischen Fr. 400-500.- mehr Lohn wurde erkämpft
• 2003 Eine zweite Motion im Grossen Rat für die Auflösung des Monopols wird abgelehnt.
  Auch der Gesellenverband spricht sich für die Beibehaltung des Monopols aus.
• 2003 Wir werden im Schweizerischen Kaminfegergesellen Verband aufgenommen.
• 2004 Die Statuten von 1997 werden revidiert.
• 2004 Zähe Verhandlungen über den Teuerungsausgleich ziehen sich bis 2007 dahin.
• 2008 Zur Zeit führen wir Verhandlungen für eine Reallohnanpassung von Fr. 350.- und einen
  Teuerungsausgleich von Fr. 150.-.

Im 1994 wurde der Gesellenverband 100 Jährig und das Jubiläum gebührend gefeiert. Drei Tage Elsass und ein Ausflug mit dern Familien mit dem Glacier-Express sind unvergessliche Momente. Dank grosszügigen Sponsoren konnten wir das Jubiläum gebührend feiern.
Wir sind eine selbständige Gruppe mit eigenständigen Vorstand. Die PBK führt die GAV Verhandlungen mit den Meistern selbstständig, beide sind mit je 5 Mitgliedern vertreten. Angeschlossen sind wir bei der UNIA, (früher GBI) welche bei Verhandlungen eine beratende Funktion inne hat und unsere Sekretariats Arbeiten erledigt. Die UNIA Mitglieder bekommen eine Rückerstattung des Parifond, ebenfalls werden die UNIA Mitglieder bei der Weiterbildung finanziell unterstützt. Wir stellen bei der Lehrabschlussprüfung und Meisterprüfungen auch eigene Experten. Bei der Weiterbildung sowie beim Obligatorischen Weiterbildungstag helfen wir mit. Ebenso besuchen wir in der Schule unsere Lernenden um ihnen unseren Verband vorzustellen, leider ist das Echo klein. Immer am ersten Samstag im März findet die Generalversammlung statt, an welcher die vielen Probleme behandelt werden, welche uns gerade beschäftigen. Im Kanton Bern sind zurzeit ca. 120 Arbeiter, wovon 69 Aktive und 5 Passive im Verband sind. Es ist sehr schade, dass nicht alle Gesellen und Gesellinen bei der Verbandsarbeit mithelfen. Leider profitiern auch die Trittbrett Fahrer welche sich nicht für den Verband interessiern von unserem GAV, welcher nur durch hartes Ringen mit dem Meisterverband entstanden ist. Ein schwacher Verband wird irgenwann nicht mehr als richtiger Ansprechpartner wahrgenommen und das könnte sehr gefährlich werden. Leider ist das Mitmachen überall nicht mehr Inn. Deshalb muss in der Zukunft der Mitgliederwerbung noch mehr Priorität zugestanden werden.

Für die Berner Gesellen Ernst Loosli, Präsident

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Aktuell sind 125 Gäste und keine Mitglieder online

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